Coli Bakterien / EHEC
Escherichia Coli und EHEC Bakterien
Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC, VTEC)
EHEC-Infektion verursachen HUS als schwere Komplikation, das hämolytisch-urämische Syndrom führt zur Zerstörung der Erythrozyten und kann akutes Nierenversagen herbeiführen.
Jedes Jahr werden In Deutschland pro Jahr ca. 1000 Fälle registriert. Gesunde Erwachsene überstehen die Infektion meist ohne Gefahren.
Als Coli Bakterien bezeichnte man das verbreitete Darm-Bakterium Escherichia coli, die Bakterien sind Bewohner im menschlichen und tierischen Darmtrakt, dabei kommen mehreren Millionen Bakterien pro Stuhlgramm vor. Coli Bakterien zerspalten aufgenommene Nährstoffe und helfen bei der Abwehr von Kranheitserreger.
Der EHEC Darmkeim ist ein veränderter Subtyp der Enterohämorrhagische Escherichia coli Bakterien. EHEC Bakterien produzieren im Gegensatz zu den normalen Coli bakterien sehr gefährliche toxische Giftstoffe, die sogenannten Toxine. Bei Freisetzung von Toxinen an menschlichen Gewebe wie dem Darm werden schwere Erkrankungen ausgelöst.
"Im Mai und Juli 2011 kam es zu einer europaweiten schweren EHEC Epedemie, in deren Verlauf mehrere 10.000 Menschen erkrankten und auch Todesfälle zu beklagen waren. bis heute wurden die Aulösenden Umstände des veränderten EHEC Subtypes nicht vollständig aufgeklärt."
Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC, VTEC)
EHEC Coli Bakterien Erreger
Enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) lösen beim Menschen sehr gefährliche, blutige Durchfallerkrankungen aus. Durch das toxische Gift Verotoxin werden EHEC Bakterien auch verotoxinbildende Escherichia coli Bakterien (VTEC) genannt werden. EHEC Bakterien kommen in Ihrem natürliche Reservoir bei Kühen, Rinder und andere Wiederkäuer wie Schafen und Ziegen vor. Auch in freier Wildbahn bei Rehen und Hirschen lebt der Darmkeim im Darm. Bei allen diesen natürlichen Wirtstieren wird der EHEC Darmkeim auf natürliche Weise mi dem Kot ausgeschieden, alles Wirtstiere erkranken nicht am EHEC Darmkeim.
EHEC Coli Bakterien Erreger und Übertragung
Die Ehec Übertragung auf den Menschen passiert vor allem durch verunreinigte Lebensmittel oder der Schmierinfektion beim Berühren mit infizierten Objekten.
- ungekochtes Fleisch
- rohes ungwaschenes Gemüse und Früchte
- Rohmilchprodukte
- verunreinigtes Trink- und Badewasser
- beim direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder Menschen
EHEC Ansteckungsdauer
Nach derr Infektion mit EHEC scheidet der Mensch die Bakterien in einem Zeitraum von 5 bis 20 Tagen wieder aus. Kindern können die Bakterien über mehrere Monate ausscheiden und so andere anstecken.
EHEC Krankheitsbild
Eine Infektion kann frei von Symptomen verlaufen. Andernfalls treten drei bis vier Tage nach einer Ansteckung Durchfälle und starke Bauchkrämpfe auf. Bei 10 bis 20% dieser Fälle entwickelt sich nach ein paar Tagen eine schwere Verlaufsform mit blutigem Durchfall und Fieber. Dabei zerstört das von den Bakterien produzierte Verotoxin die Zellen der Darmwand und der Blutgefäßwände. Säuglinge, Kleinkinder, ältere und abwehrgeschwächte Menschen sind besonders gefährdet und erkranken häufiger schwer. Gefürchtet ist das vor allem bei Kindern vorkommende hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), wobei Nieren, Blutgefässe und Blutzellen angegriffen werden. Diese schwere Komplikation tritt in 5 bis 10% der symptomatischen EHEC-Infektionen auf und ist der häufigste Grund für akutes Nierenversagen im Kindesalter. Trotz intensiver Behandlung enden etwa 5% der HUS-Fälle tödlich und in 20% bleibt eine Nierenschädigung zurück. Eine Bekämpfung des Erregers durch Antibiotika ist nicht erfolgversprechend, da schnell Resistenzen auftreten, die Ausscheidung der Bakterien verlängert oder der Krankheitsverlauf durch eine erhöhte Toxinbildung verschlimmert werden kann. Die Behandlung erfolgt symptomorientiert.
Verbreitung und Häufigkeit
Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) wurden in praktisch allen Industrieländern nachgewiesen und kommen wahrscheinlich weltweit vor. In der Schweiz werden dem Bundesamt für Gesundheit jährlich etwa 50-70 Nachweise von EHEC gemeldet.
Vorbeugung
Um eine Infektion mit EHEC bei Säuglingen und Kleinkindern zu verhindern, empfiehlt es sich, auf Rohmilch zu verzichten und ihnen nur ausreichend erhitztes Fleisch zu geben. Der Vorbeugung dient auch das Händewaschen nach jedem Toilettengang, vor der Küchenarbeit, nach dem Hantieren mit rohem Fleisch, vor dem Essen und nach Umgang mit Tieren.
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Beitrag erstellt 30.10.2009, aktualisiert am 01.03.2012 | Autor: Redaktion

