Neugeborenengelbsucht
Neugeborenengelbsucht bei Babys
Soll ich einen Arzt aufsuchen?
Eine gute Hebamme erkennt die Gelbsucht sofort. Einen Arzt sollte man aufsuchen, wenn dieser länger als zwei Wochen andauert, erst eine Woche nach der Geburt einsetzt, wenn sie sich verschlechtert oder mit puderfarbenem Stuhlgang einhergeht. Der Arzt wird Blut abnehmen und den Bilirubinwert bestimmen.
Neugeborenengelbsucht
Mögliche Symptome
- gelbliche Haut und Augenweiß
- event. Juckende Haut
- Schläfrigkeit, Baby trinkt kaum
Was sind die Ursachen?
Die gelbliche Färbung wird durch eine Ansammlung von Bilirubin im Blut verursacht. Bilirubin entsteht beim Abbau der roten Blutkörperchen in der Leber. Neugeborene verfügen über mehr rote Blutkörperchen. Da ihre Leber noch nicht ausgereift ist, dauert es zudem länger, bis das Bilirubin komplett abgebaut ist. Daher kommt es in der ersten Lebenswoche zur physiologischen Neugeborenengelbsucht, die sich ohne Behandlung nach 10-14 Tagen zurückbildet.
Andere Formen der Gelbsucht können gefährlich sei. So kann es z.B. bei einer Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind zu einem raschen Zerfall der roten Blutkörperchen kommen. Diese Form tritt innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt auf und ist dringend behandlungsbedürftig. Dauert die Gelbsucht länger als 2 Wochen, kann dies an einer harmlosen Reaktion auf Hormone in der Muttermilch liegen, könnte jedoch auch eine ernsthafte Ursache haben. Bei Frühgeborenen und gestillten Babys kommt es häufiger zu Gelbsucht.
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Beitrag erstellt 30.10.2009, aktualisiert am 01.03.2012 | Autor: Redaktion


